szmmctag

  • Review: SNOWPIERCER / Movie

    Image and video hosting by TinyPic

    Es ist zwar etwas her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe, aber ich habe ja immer gesagt, dass ich nicht ganz weg bin und mich hin und wieder in besonderen Fällen hierher verirren werde.

    Der Film SNOWPIERCER ist so ein besonderer Fall!

    Handlung:

    Snowpiercer spielt in einer postapokalyptischen Zukunft, in einer, durch fehlgeschlagene Experimente erzeugten Eiszeit, welche fast die gesamte Erde zerstört hat. Die letzten Menschen leben auf engstem Raum in einem Zug namens Snowpiercer. Dort herrscht ein Zweiklassensystem.
    Die Auserwählten leben im vorderen Teil des Zuges in Luxus, während die Unterschicht ihr Dasein in den hinteren Abteilen als Sklaven verbringt. Der Film erzählt die Geschichte einer dystopischen Zukunft und einer Revolution gegen die Obrigkeit der vorderen Abteile und darf/soll durchaus auch als Sinnbild für die heutige Gesellschaft verstanden werden.

    Review:

    Ich erfuhr von Snowpiercer erstmals durch das öffentlich-rechtliche Fernsehen, da waren die GEZ-Gebühren also doch mal gut angelegt.
    Der Trailer erinnerte mich sofort an das grandiose Spiel "Transarctica", in dem es auch um eine neue Eiszeit geht, in der die Menschen in Zügen leben.
    Als ich dann auch noch hörte, das Bong Joon-ho mit von der Partie ist, war mir klar, dass für mich kein Weg an Snowpiercer vorbeiführt.
    Gesagt - getan - und für großartig befunden!
    Snowpiercer bietet nicht nur einen extrem gut aufgelgeten, multikulturellen Cast, sondern schafft zum ersten Mal seit langer Zeit den perfekten Spagat zwischen Blockbusterkino und Anspruch.
    Die Geschichte dominiert, aber auch die wunderbar gefilmte Action kommt nicht zu kurz.
    Tilda Swinton ist wie immer großartig, aber auch Chris Evans und die koreanischen Superstars Ko Ah-seong und Song Kang-ho geben sich keine Blöße.
    Hier trifft Waterworld auf Soylent Green, hier kuschelt Mad Max mit Animal Farm und das Ganze wird so treffend und optisch fulminant dargeboten, dass keine Wünsche offen bleiben...
    Naja, jedenfalls fast keine, denn die Logik bleibt oftmals auf der Strecke und die teilweise sehr skurillen, völlig überzeichneten Figuren und das etwas seltsame Ende mögen nicht jedermanns Sache sein.
    Der positive Eindruck überwiegt jedoch ganz klar und macht Snowpiercer zu einem Film, der zwar oft eher nachdenklich und etwas zu verkopft daher kommt, aber immer wieder auch auf knallharte Action setzt und in der Lage ist, diese Gratwanderung nahezu perfekt zu meistern.

    Fazit:

    Ein völlig unverbrauchtes Endzeitszenario, grandiose Schauspieler und die optimale Mischung aus Anspruch und Action machen Snowpiercer zu einem echten Kleinod.
    Sieht man über die kleinen Unzulänglichkeiten hinweg und erfreut sich an der tollen Optik, der famosen Geschichte und den verrückten Ideen, kann man diesen Film einfach nur lieben.

    8/10 Punkte

    Trailer:

  • George R. R. Martin: Fiebertraum - Hörbuch-Review

    Image and video hosting by TinyPic

    Es gibt Genres/Settings, mit denen ich einfach nicht warm werde.
    Ich mag keine Sandalenfilme, finde Kriminalromane unglaublich langweilig und auch "Tom-Sawyer-Mississippi-Sklaverei-Dampfschiff-Geschichten" empfinde bzw. empfand ich bisher als extrem öde.
    Wenn sich besagte Genres/Settings jedoch mit Fantasy oder Horror paaren, dann riskiere ich gerne mal einen Blick über den Tellerrand, das hat schließlich auch bei 300 geklappt :)

    Der Roman "Fiebertraum" stammt aus der Feder von George R. R. Martin, der mich mit "Das Lied von Eis und Feuer" nicht fesseln konnte.
    Zuviel Blabla und zu wenig Substanz abseits der ausufernden Intrigen haben mich bereits gegen Mitte des ersten Buches dazu getrieben, mit dem lesen aufzuhören.
    Die TV-Serie "Game of Thrones" hingegen fand ich wieder recht gut, weil hier das Tempo stimmte und die optische Umsetzung gradios war/ist.

    Aber darum geht es hier auch gar nicht.
    Es geht um Abner Marsh, eine der interessantesten Hauptfiguren, die ich jemals erleben durfte, seines Zeichens Flußschiffer auf dem Mississippi und ein Koloß von einem Mann. Abner steht nach dem Verlust einiger Raddampfer kurz vor dem Ruin, bekommt jedoch von einem zwielichten Investor ein Angebot, dass er nicht ausschlagen kann.
    Besagter Geldgeber finanziert Abner ein Dampfschiff, welches es mit den schnellsten Schiffen des Flusses aufnehmen kann und verlangt dafür diverse, dubiose Privilegien, die Abner letztendlich akzeptiert bevor die beiden gemeinsam mit der "Fevre Dream" in See, oder besser "In Fluß" stechen.

    Ich will nicht zu viel verraten, denn die gesamte Geschichte ist zu ungewöhnlich und zu brilliant, als dass man sie einfach ausplaudern sollte.
    Die Story dreht sich um Vampire, Sklaven, uralte Rivalitäten aber vor allem um den großartigen Abner Marsh und seine Mannschaft.

    Damit wären wir auch schon bei dem Punkt, der "Fiebertraum" zu etwas besonderem macht.
    Abner March ist ein großartiger Hauptdarsteller, ein Antiheld, wie er im wortwörtlichen Buche steht.
    Er ist übergewichtig, wenig attraktiv und prügelt sich auch gerne mal, sein Herz besteht jedoch aus reinem Gold.
    Grundsätzlich steht zwar die epische Konfrontation der Vampire im Vordergrund, mich jedoch zog die, eigentlich weniger bedeutsame Geschichte um Abner mit jeder Seite mehr in ihren Bann.
    Abner kämpft, versagt und verliert einige seiner wenigen Freunde, er gibt jedoch niemals seine Ideale auf.
    Bis zum Ende, bis zu zu dem Punkt, wo es kaum noch möglich war, hoffte ich, dass Abner eines schönen Tages in der Lage wäre, mit seiner "Fevre Dream" die "Eclipse", das bisher schnellste bekannte Dampfschiff zu schlagen.

    Ich hätte niemals gedacht, die fantastischen Elemente dieses Buches nur noch als Beiwerk betrachten zu können, und mich so massiv auf das Element der Flussschifffahrt konzentrieren zu können, aber genau das ist passiert.

    9,5/10 Punkte

    Fiebertraum findet sich in meiner persönlichen Bestenliste auf Augenhöhe mit
    Der Kinderdieb
    und empfiehlt sich unbedingt für eine amtliche Umsetzung als Film oder Serie.

    Youtube-Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=_JvoiDllbws

  • Review: MAMA / Movies

    Inhalt:

    "Mama" handelt von zwei kleinen Mädchen, die mit ihrem Vater verunfallen und von ihm nach dem Crash in eine kleine Waldhütte verfrachtet werden.
    Dort angekommen, segnet der Erzeuger unter mysteriösen Umständen das zeitliche.
    Die Mädchen leben fortan unter der Obhut einer Kreatur, die sie "Mama" nennen.
    Jahre später werden die Mädchen gefunden und ziehen nach einigen Querelen zu ihrem Onkel und dessen Partnerin.
    Die Kreatur "Mama" steht diesem Umzug eher kritisch gegenüber und macht fortan der gesamten Familie das Leben zur Hölle.

    Review:

    Die ersten zwei Drittel haben das Potential zum Kultfilm.
    Die SFX werden gekonnt, aber sporadisch eingesetzt, die Schauspieler machen ihre Sache wirklich gut und die Geschichte kommt auch nicht zu kurz.
    Zudem heben sich die Protagonisten gekonnt vom Horror-Einerlei ab.
    Die Freundin des kinderlieben Onkels hat nämlich im Grunde genommen keinen Bock auf Kinder, schon gar nicht auf zwei Wolfskinder, die einfach nur für Chaos sorgen.
    Dafür gibt es einen dicken Pluspunkt.
    Sogar die "Mama" kommt erstmal wirklich unheimlich und optisch eindrucksvoll daher.
    Leider gibt es gegen Ende eine Überdosis CGI und jede Menge Schmalz, was dem Gesamteindruck extrem schadet.
    Es ist mir unverständlich, wie man solch einen guten Ansatz komplett demontieren kann.

    Fazit:

    "Mama" ist ein wirklich guter Film der einiges zu bieten hat.
    Viel Atmosphäre, subtilen Grusel, eine solide Optik und interessante Charaktere.
    Tut euch einen Gefallen, und schaltet in dem Moment ab, in dem ihr die Geschichte erstmals für abgeschlossen haltet!
    Erpart euch die letzten Minuten, denn genau die sind es, die diesem Film fast das Genick brechen.

    Trodzdem gebe ich "Mama":

    6,5/10 Punkte

    Weil das Teil eigentlich rockt...
    Und, weil ich in der Lage bin, das blöde Ende halbwegs zu ignorieren.

    Trailer:

  • Review: American Horror Story - Asylum / Serie


    Wie versprochen, hier mein Review zur zweiten Staffel von American Horror Story.

    American Horror Story ist ziemlich seltsam.
    Nicht nur, weil einem hier bei den Namen der Schöpfer völlig anders gelagerte Serien wie Nip/Tuck oder Glee in den Sinn kommen, sondern vor allem auch, weil die erste Staffel eine Gratwanderung zwischen Genie und Blödsinn ist.
    Ich mag die erste Staffel, aber nicht uneingeschränkt.
    Das, von Connie Britton und Dylan McDermott dargestellte Ehepaar am Rande des Nervenzusammenbruchs finde ich einfach nur anstrengend und unsympathisch.
    Glücklicherweise liefern sie nur die Grundlage für den Plot und lassen genug Platz für die anderen, wirklich guten Figuren/Schauspieler.
    Ich will an dieser Stelle aber auch gar nicht groß auf die erste Staffel eingehen.

    Kommen wir also zu Staffel 2:

    Sie spielt in den sechziger Jahren in einem kirchlich geleiteten Sanatorium namens Briarcliff.
    Die Drama-Komponenten der Serie wurden in der zweiten Staffel nochmal erhöht, ebenso wie der Wahnsinn.
    Nazis, Aliens, Serienkiller, Nonnen, Anne Frank, Zombiemutanten und der Teufel persönlich geben sich die Klinke in die Hand.
    Wenn man das so hört, würde man denken, dass man sich im neusten Mel-Brooks-Film befindet und, dass hier einfach nur mal ordentlich auf den Lachmuskel gedrückt wird.
    Das stimmt natürlich nicht, denn AHS-Asylum bleibt bis auf ganz wenige Ausnahmen bis zum Ende extrem ernsthaft und schafft es, all diesen vermeintlichen Unfug unter einen Hut zu bringen ohne dabei völlig überdreht zu wirken.
    Ich kann eigentlich gar nicht genug Superlativen auspacken, um dieser Staffel gerecht zu werden.
    Der Wahnsinn führt die Feder und er macht es verdammt gut.
    Der französische Chanson "Dominique", der den Insassen von Briarcliff permanent vorgespielt wird, oder die Verbeugung vor Glee in Form von "The Name Game" sind nur ein Teil dieses Wahnsinns, der AHS-Asylum so besonders macht.

    Die Darsteller geben sich, im Gegensatz zur ersten Staffel keine Blöße, sondern überzeugen durchweg.
    Hervorzuheben wären Franka Potente als "Anne Frank?", Lily Rabe als "Schwester Mary Eunice" und last, but not least die grandiose Jessica Lange als "Schwester Jude/Judy".

    Gorehounds kommen auch auf ihre Kosten, zwar ist das Tempo eher gemächlich und wirklich viel Action gibt es nicht, aber die spärlich eingesetzten Effekte sind dafür wirklich gelungen und sparen auch nicht mit dem roten Lebenssaft.

    Ich habe mein Review bewußt kurz und knapp gehalten, nicht gespoilert und wenig verraten.
    Schaut euch AHS-Asylum an, das Teil ist wirklich großartig - ohne wenn und aber!

    Ich gehöre ja nicht zu den Menschen, die mit 9/10-Wertungen um sich werfen, aber diese Serie hat es wirklich verdient.

    9/10 Punkte für eine grandiose Serie und für die denkwürdige Performance von Jessica Lange!

  • Kurzreviews: SINISTER - SKEW - CHRONICLE / Movies

    Image and video hosting by TinyPic

    Leider geht seit einigen Monaten ein Großteil meiner Freizeit für meine Band drauf, das heißt aber nicht, dass hier gar nichts mehr passiert.
    Heute hab ich grad mal etwas Zeit und darum gibt es Kurzreviews zu 3 recht interessanten Filmen.
    Ich habe in letzter Zeit unglaublich viele, unglaublich mittelmäßige Horrorfilme gesehen... das Genre scheint völlig auf der Stelle zu treten.
    Diese 3 Filme gehören jedoch zu den Genre-Vertretern, die wirklich einen Blick wert sind.

    SINISTER:

    Sinister könnte im Prinzip auch aus den 80ern oder 90ern stammen.
    Wohliger, unkomplizierter Grusel mit guten Darstellern und viel Atmosphäre.
    Es gibt einige, dezente Anleihen an Found-Footage-Filme, die aber perfekt zum Film passen und wirklich gut umgesetzt wurden.
    Mein einizger Kritikpunkt ist die etwas steril wirkende Optik der Geisterkinder.
    Dafür gibt es einen Dämonen aus grauer Vorzeit, eine nette Story und einfach nahezu alles, was einen guten Geisterfilm der alten Schule so ausmacht.

    7,5 von 10 Punkten

    SKEW:

    Apropos Found-Footage :)
    Der Regisseur von Skew distanziert sich zwar davon, aber sein Film wird wohl trotzdem so wahrgenommen, was auch ob der Wackelkamera nicht verwunderlich ist.
    Skew ist, bis auf ein paar einfache Jump-Scares eigentlich gar nicht so spannend, hat aber die Eier, den Zuschauer komplett im Regen stehen zu lassen, wenn es um die Auflösung geht.
    Genau dies ist wohl auch der Punkt, warum Skew bei vielen Kritikern nicht eben gut weggekommen ist.
    Mich spornt sowas eher an und, nachdem ich im Netz ein Interview mit dem Regisseur gefunden habe, welches etwas Licht ins Dunkel bringen konnte, muss ich sagen, dass Skew ein wirklich interessanter und auch ziemlich fordender Film ist.
    Für Fans von Donnie Darko, Jacobs Ladder oder meinem Lieblings-Mindfuck-Movie Triangle ist Skew trotz vieler Schwächen empfehlenswert.

    6,5 von 10 Punkten

    CHRONICLE:

    Oha, da haben wir schon wieder eine Wackelkamera...
    Aber Chronicle hat mehr zu bieten.
    Es geht um 3 Freunde, die nach einem seltsamen Fund übernatürlich Kräfte erhalten.
    Die Mischung aus Sci-Fi, Drama und Action ist sicher nicht jedermanns Sache, hat mir aber schon generell gut gefallen.
    Was mich aber an diesem Film so richtig fasziniert hat, ist die Tatsache, dass das letzte Drittel frappierend an das Anime-Meisterwerk Akira erinnert.
    Wuchtig und hochgradig effektiv, holt Chronicle alles aus seinem relativ kleinen Budget raus und ist dabei wirklich komplett anders als das Genre-Einerlei.

    8 von 10 Punkten

    Sinister Trailer:

    Skew Trailer:

    Chronicle Trailer:

  • Werbung für WERBUNG! / Krimskrams

    Ja, die Werbung ist Anno 2012 auch nicht mehr das, was sie mal war.

    Ab und zu gibt es jedoch immer noch Werbespots, die es einfach verdient haben, gemocht zu werden.

    "Steiff - Don't Be Afraid Of The Dark" ist so ein Fall.

    Von der musikalischen Untermalung bis hin zu den Spezialeffekten, stimmt hier einfach alles.

  • Die Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen - Review / Movies

    INHALT:

    Auf Blood Island findet mal wieder die Wahl zum Piraten des Jahres statt.
    Diesen Titel will sich unser Piratenkapitän natürlich nicht entgehen lassen.
    Leider haben er und seine Crew in der Regel recht wenig Erfolg beim Plündern und Brandschatzen.
    Da trifft es sich nur allzu gut, dass sie das Schiff von Wissenschaftler Charles Darwin kapern und dieser erkennt, dass es sich bei "Polly", dem Schiffsmaskottchen der Piraten nicht, wie die Piraten immer annahmen um einen schnöden Papagei handelt, sondern um einen waschechten Dodo.
    Der Dodo wird als wissenschaftliche Sensation gefeiert und die Piraten stehen ganz kurz davor, durch Polly genug Gold zu verdienen, um die Wahl zum Piraten des Jahres zu gewinnen.

    REVIEW:

    Ich bin kein großer Freund von "Chicken Run" oder "Wallace & Gromit", aber "Die Piraten" ist ein ganz anderes Kaliber.
    Das Teil ist zwar prima für Kinder geeignet, sorgt aber durch viele, wirklich witzige Einfälle, tadellose Umsetzung und eine spannende Story auch bei Erwachsenen für große Augen.
    Piraten sind ja eigentlich immer gut und Freunde von Monkey Island und/oder Fluch der Karibik werden hier optimal bedient.

    Der Humor driftet zwar oft in reinen Slapstick ab, aber grad in diesem Momenten merkt man immer wieder, wie grandios eben dies zu den Knetfiguren paßt, die ja im Grunde genommen eher wenig Mimik an den Tag legen, aber durch die tolle deutsche Vertonung und ihren ganz speziellen Charme extrem lebendig wirken.

    Dazu kommt die Tatsache, dass die bekannten Persönlichkeiten wie z.b. Charles Darwin oder Queen Victoria zwar allesamt völlig überzeichnet sind, aber trotzdem irgendwie historisch nicht völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurden.
    Ja, man kann bei diesem Film sogar noch etwas lernen.

    Zudem gibt es eine herrliche, von Monkey-Island inspirierte Reisekarte, einen Fisch-Piraten, einen dressierten Affen und noch viele weitere skurille Ideen :)

    FAZIT:

    "Die Piraten" ist ein perfektes "Feel-Good-Movie".
    Anders, als bei den CGI-Animationen von Pixar oder DreamWorks, wurde hier noch viel Handarbeit verwendet und das ist wirklich erfrischend.
    Es ist einfach schön, zu sehen, dass Knetfiguren mehr Leben eingehaucht werden kann, als perfekt animierten Computerkreaturen.
    Somit vergebe ich die höchste Wertung, die ich bisher für einen Animationsfilm habe springen lassen:

    9/10 Punkten

    Unbeding Ansehen!!!

    Trailer:

  • Resident Evil: Retribution - Evil goes global / Movies

    Image and video hosting by TinyPic

    Bei mir herrscht mal wieder akuter Zeitmangel, aber eine kleine Warnung ist immer drin :)

    "Evil goes global"

    Der Slogan paßt!

    Der aktuelle Ableger der RE-Reihe ist wirklich böse...
    Böse in die Hose gegangen!

    Klar, die RE-Filme waren schon immer mehr Schein als Sein und bereits der Vorgänger bot nur eine dünne Story, dafür aber jede Menge solide, schön anzuschauende Action.
    Damit wären wir auch schon beim Problem von RE:Retribution.

    Das Teil versucht krampfhaft, eine gute Story zu erzählen, kriegt es aber einfach nicht hin.
    Wohlwollend könnte man die Grundidee als durchaus interessant bezeichnen, aber die Stroy zündet einfach nicht, bzw. erst, als sie gegen Ende wieder so simpel und nachvollziehbar wird, wie man es von RE gewohnt ist.

    Dummerweise gilt das auch für die Action-Sequenzen, die einen Großteil dieses Filmes ausmachen.
    Einer, oder mehrere RE-Stars ballern aus allen Rohren... Mal auf normale Zombiemutanten, mal auf größere Zombiemutanten und ab und zu auch mal aufeinander, der "Klon-Idee" sei dank.
    Laaaaaangweilig!!!!
    MG-Feuer / Schwenk / irgendwas wird getroffen / Repeat... es wirkt echt teilweise so, als hätte man die Helden 30 Minuten beim rumballern gefilmt und dann erst nachträglich die Widersacher eingebaut.

    Gegen Ende nimmt das Ganze dann noch etwas Fahrt auf und rettet sich selbst aus der völligen Belanglosigkeit.

    Trotzdem:
    Das war nix!
    Außer ein paar netten Actionszenen und überzogener Coolness hat RE:Retribution kaum etwas zu bieten.
    Milla/Alice zieht ein paar echt epische Aktionen ab, aber das reicht nicht für einen guten Film.
    Wer Milla als perfekte Kampfmaschine sehen will, ist mit dem viel gescholtenen Ultraviolet besser bedient, der war wenigstens so dermaßen überstylish, dass es gepaßt hat.

    5/10 Punkten, einer davon für das vielversprechende Ende, welches hoffen läßt, dass der nächste Teil wieder besser wird.

    Trailer:

    http://www.youtube.com/watch?v=ZRmWLqrJkz4

  • Review: Don't Be Afraid of the Dark / Movies

    Image and video hosting by TinyPic

    Ein kleines Mädchen zieht mitsamt Vater und dessen neuer Freundin in ein altes Anwesen.
    Der geneigte Horrorfan weiß natürlich gleich, dass sowas nicht gut gehen kann.
    Schließlich gibt es an solchen Orten immer Zombies, Serienmörder oder langhaarige asiatische Geistermädchen.
    Das bereits erwähnte Domizil sorgt jedoch diesbezüglich für etwas Abwechslung, schließlich beherbergt es eine Armee kleiner, bösartiger Lebewesen, die im Keller hausen und am liebsten Kinderzähne fressen - Na sowas :)

    Don't Be Afraid of the Dark wurde nicht nur unter Mitwirkung von Guillermo del Toro produziert, sondern hat auch sonst einiges zu bieten.
    Wer sich noch an die Gremlins, die Critters oder noch besser, an die tollen Knetfiguren aus "The Gate" aus dem Jahre 1987 erinnert, weiß, was ich meine.
    Kleine, fiese Monster, die noch fiesere Dinge tun, ohne dabei jemals wirklich berdohlich zu wirken sind einfach toll!
    Ja, ich weiß "Don't Be Afraid of the Dark" ist nicht wirklich gruselig, nur selten blutig und eigentlich nichtmal ein richtiger Horrorfilm.
    Minimonster und ein komplett überzogenes Ende, mögen heutzutage nicht mehr ins Mainstream-Horror-Portfolio passen.
    In meiner Welt sind aber genau das die Zutaten für einen Klassiker - insbesondere, wenn ein Film es auch noch hinbekommt, eine dezent unheimliche, wunderbar nostalgische Atmosphäre zu kreieren, wie es Don't Be Afraid of the Dark schafft.
    Ich mag diesen kleinen, seltsamen Film, denn er hält die alten Werte hoch und schert sich einen Dreck um den Torture-Horror/Zombie/Backwood-Trend.

    8,5/10 Punkte

    http://www.youtube.com/watch?v=iL236dKj-L8

  • Review: Detention - Der helle Wahnsinn / Movies

    Image and video hosting by TinyPic

    Inhalt:

    Ein Serienmörder fällt kurz vor der Abschlussfeier auf einer Highschool ein.
    Um eine standesgemäße Feier zu gewährleisten, werden die auffälligen Schüler, unter denen nach Meinung des Schulleiters auch der Mörder sein muss, zum Nachsitzen verdammt.
    Einige Zeitreisen, Bodyswitches und Splattereinlagen später, weiß niemand mehr so genau, was vor sich geht...
    Aber es gibt ja gottlob das magnetische Schulmaskottchen und die Nachsitzer.
    Die werden das Ganze schon irgendwie richten.

    Review:

    Was für ein unglaublich wirrer Haufen Unfug!
    Wie schön, dass es endlich mal wieder sowas gibt!

    Detention fräst sich quer durch alle Genres und ist eigentlich in keiner Einzeldisziplin wirklich überragend.
    Das macht aber nix, denn die Mischung stimmt und Detention hat mich unglaublich gut unterhalten.

    Der Look und die Aufmachung wirken, wie eine Mischung aus "Scott Pilgrim" und den abgedrehten Komödien aus den 80ern/90ern.
    Hinzu gesellt sich eine klassische Musik-Video-Ästhetik, die ich lange verloren geglaubt hatte.

    Es kann gut sein, dass Detention eher ein Film für Menschen ist, die mit grenzdebilen, aber hochgradig unterhaltsamen Filmen wie "Bill+Ted", "Back to the Future", "Ghostbusters" oder "Mallrats" groß geworden sind.
    Aber genau das ist es, was mich so fasziniert hat.
    Detention nimmt keine Rücksicht auf Sehgewohnheiten und verweigert sich jeglicher Kategorisierung.
    Hier wird einfach mal ordentlich abgeledert.
    Ob Horror, Zeitreisen, Bodyswitch, Flachwitze oder bunte Bilder, Detention hat alles im Gepäck, was man bei aktuellen Komödien mit der Lupe suchen muss.

    Was wir hier haben, ist nicht weniger, als ein Kleinod und eine Gattung von Film, die leider rar geworden ist.
    Neben "Balls of Steel", "Tenacious D", "Scott Pilgrim" und evtl. "Kickin It Old Skool" fällt mir kein Film ein, der so grandios an die alten Zeiten anknüpft.
    Was ist nur aus Hollywood geworden? Warum gibt es nicht mehr von diesem Zeug?

    Fazit:

    Detention ist, nüchtern betrachtet, gar nicht so extrem toll, aber dieser Film hat mich in eine Zeit zurückversetzt, in der es Filme gab, die so verdammt bekloppt waren, dass man sie einfach lieben mußte.
    Dazu kommen zahlreiche Anspielungen auf Film-Klassiker aus eben jener Zeit, eine magnetische Bären-Zeitmaschine und eine Riege wirklich begabter Jungschauspieler.
    Ich will mehr davon!!!

    Ich gebe Detention nach reichlicher Überlegung:

    8,5 von 10 Punkten

    Realistisch wären wohl eher 7,5 von 10, aber für mich hat sich Detention nach 9,5 von 10 angefühlt :)

    Trailer:

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.